Podiumsdiskussion beim 4ten deutschen Psychologiekongress:
Psychologie trifft Politik: Demokratieförderung zwischen wissenschaftlicher Erkenntnis und gesellschaftlicher Verantwortung
Globale Krisen haben das Wohlbefinden der Bevölkerung in den letzten Jahren massiv erschüttert. Die Folgen der COVID-19-Pandemie, die bewaffneten Konflikte u.a. in der Ukraine und in Israel, wirtschaftliche Unsicherheiten und die Klimakrise belasten unsere Gesellschaft – sie beeinflussen nicht nur unseren Alltag, sondern prägen das Erleben ganzer Generationen. Gleichzeitig erleben wir eine zunehmende politische Polarisierung, die sich spätestens seit der Bundestagswahl im Februar noch weiter zugespitzt hat. Das Erstarken nationalistischer und fremdenfeindlicher Bewegungen, die inzwischen von einem beträchtlichen Teil der Bevölkerung unterstützt werden, stellt die demokratische Gesellschaft vor große Herausforderungen. Besonders in den sozialen Medien breiten sich extremistische Strömungen und Desinformation zunehmend aus und verschärfen gesellschaftliche Spannungen.
Ziel der geplanten Panel-Diskussion besteht darin, Akteur*innen aus verschiedenen Altersgruppen sowie Bereichen der Psychologie, Soziologie und Politik zusammenzubringen, um einen interdisziplinären und generationsübergreifenden Dialog über die Förderung der Demokratie und der psychischen Gesundheit zu führen. Gemeinsam mit dem Publikum sollen konkrete Projekte und Lösungswege sowie Grenzen der Einfluss- und Verantwortungsübernahme aufgezeigt werden.
Moderation
- Prof. Dr. Eva-Lotta Brakemeier und M. Sc. Sarah Stapel
Diskutant*innen (in alphabetischer Reihenfolge)
- Prof. Dr. Jakob Fink-Lamotte, Professor für Klinische Psychologie an der Universität Potsdam
- Maxim Seeck, Youth Empowerment Hub
- Dr. Christian Ulbricht, Regionalzentrum für demokratische Kultur - Vorpommern-Greifswald
- Prof. Dr. Eva Walther, Professorin für Sozialpsychologie an der Universität Trier
- Prof. Dr. Armin Willingmann, Minister für Wissenschaft, Energie, Klimaschutz und Umwelt des Landes Sachsen-Anhalt
- Prof. Dr. Anna-Lena Zietlow, Professorin für Klinische Kinder- und Jugendpsychologie an der Technischen Universität Dresden